Holzenergie

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts war Holz nach der Kohle der zweitwichtigste Energieträger mit einem Bruttoenergieverbrauch von 17'190 TJ (4’775 GWh). Nach dem Verdrängen durch das Erdöl nach 1950, nahm die Holzenergie ab den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wieder stetig zu. 2020 betrug der Bruttoenergieverbrauch von Holz 44'770 TJ (12’436 GWh). Der Anteil des Holzes am gesamten Endverbrauch beträgt mittlerweile 4.7% und bei den Brennstoffen 12%. Heizen mit Holz schützt das Klima und nutzt regional verfügbare und nachwachsende Ressourcen. Holz soll energetisch sinnvoll genutzt werden: zum Heizen oder zur Stromerzeugung mit Abwärmenutzung.

 

Heizen mit Holz ist CO2-neutral

 

Wer mit Holz heizt, heizt im CO2-Kreislauf der Natur. Denn die Verbrennung von Holz setzt gleichviel CO2 (Kohlendioxid) frei, wie die Bäume im Verlauf ihres Wachstums der Atmosphäre entzogen haben. Die gleiche Menge CO2 gelangt in die Umwelt, wenn das Holz ungenutzt im Wald verrottet. Heizen mit Holz ist deshalb CO2-neutral und trägt nicht zum Treibhauseffekt (globale Klimaveränderung) bei. Im Gegenteil: Jedes Kilogramm Heizöl, welches wir durch Holz ersetzen, entlastet unsere Atmosphäre um mehr als 3 Kilogramm CO2.

Argumente für die Holzenergie

 

Holzenergie ist CO2-neutral: Jeder Kubikmeter Holz, der fossile Energien ersetzt erspart der Umwelt 600 kg CO2.Holz wächst nach und ist ein erneuerbarer Energieträger. Der Umstieg von Öl auf Holz lohnt sich wirtschaftlich: keine Abhängigkeit von Importen, geringe Preisschwankungen, gute Holzversorgung. Holzenergie schafft fast 100% Wertschöpfung im Inland und generiert Arbeitsplätze - auch in ländlichen Gebieten Moderne, korrekt betriebene Holzheizungen mit Qualitätssiegel entsprechen den geltenden lufthygienischen Anforderungen.

 

Feinstaub und Luftbelastung

 

Obwohl viele Argumente für die Holzenergie sprechen, darf nicht verschwiegen werden, dass Holzfeuerungen mehr Luftschadstoffe als Öl- und Gasfeuerungen ausstossen. Besonders falsch betriebene und veraltete Holzfeuerungen belasten ihre Umgebung mit viel Russ und Feinstaub.